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Senioren: Cupsieg #2… 4 more to go

Jan Keller
vor 9 Stunden
4 Min. Lesezeit

Schweizer Cup 1/16-Final, Senioren 30+, FC Kreuzlingen - FC Pfyn, 2:4 (1:3)


„Fünf Siege bis zum Titel – der Seniorencup bleibt erklärtes Saisonziel.“ Mit diesen Worten eröffnete Coach Stalder die Matchansprache an diesem erstmals kühlen und herbstlichen Mittwochabend zum 1/16-Final des Seniorencups. Dankenswerterweise hatten die Senioren des FC Kreuzlingen der Matchverschiebung zugestimmt. Damit war auch der Hauptplatz auf dem Hafenareal in Kreuzlingen frei. Nach dem zuletzt sehr holprigen Geläuf in Berg zeigte sich der Platz in tadellosem Zustand und zauberte jedem Pfyner Senior ein Lächeln ins Gesicht. Spätabendliche Nachforschungen ergaben übrigens, dass der Platz nicht nur drei Meter breiter als die heimische Obere Wiide ist, sondern auch ganze sieben Meter länger. Viel Laufarbeit war also angesagt. Vergangene Duelle mit den Senioren aus Kreuzlingen hatten gezeigt, dass das Team über grosse offensive Qualitäten verfügt und technisch versierte Spieler in den eigenen Reihen hat, dafür in der Defensive öfters Räume offenlässt. Diese galt es an diesem Abend auszunützen, sollte die Qualifikation für den Achtelfinal verwirklicht werden.


Gegenseitiges Abtasten und Beschnuppern war an diesem Abend nicht angesagt. Ein erster Pfyner Angriff in der Startminute führte zu einem Eckball. Negro brachte diesen zur Mitte, wo ein Kreuzlinger Verteidiger den Ball mit einem Volleyball-Block stoppte – Penalty für Pfyn. Nandi legte sich den Ball zurecht. Sollte dies nun der ersehnte erste Treffer aus dem Spiel werden? Nandi hielt dem Druck stand und schob gekonnt links unten zum 0:1 für Pfyn ein. Auch wenn der Penalty diskussionslos war, waren sich die Pfyner sehr wohl bewusst, dass dieses frühe Tor noch lange keiner Vorentscheidung gleichkommen sollte. In der 5. Minute war Vidale erstmals gefordert. Die Kreuzlinger schlugen ein hohes Tempo an und standen sehr offensiv. Die Pfyner waren hauptsächlich mit Defensiv- und Zuteilungsarbeit beschäftigt. R. Wettach musste dem intensiven Spiel bereits früh Tribut zollen. Für ihn kam Navarro ins Spiel. Nach der Startviertelstunde gelang es den Pfynern, sich wieder etwas zu lösen und offensiv aktiver zu werden. Negro, mittlerweile ins Zentrum gerückt, konnte Herzog auf der rechten Seite lancieren. Dieser liess seinen Gegenspieler stehen und drückte aus spitzem Winkel ab. Ein wunderbarer Abschluss in die linke obere Ecke, unhaltbar für den Heimtorwart zum 0:2 (17.). Mit dem Zweitorevorsprung im Rücken wurden die Pfyner mutiger. Nandi und Conte harmonierten gut und kombinierten sich mehrmals durch die Kreuzlinger Hintermannschaft. Auch wenn dies vorerst zu keinen weiteren Torerfolgen führte, gab es immerhin strittige Strafraumszenen zu diskutieren. Ein erneutes Handspiel wurde ebenso wenig gepfiffen wie ein Foul an der Strafraumgrenze. Danach suchten die Kreuzlinger wieder verstärkt die Offensive. Einen Weitschuss aus 20 Metern fischte Vidale in der 30. Minute mirakulös aus der unteren Ecke. In der 32. Minute wurde er bei einem Freistoss jedoch auf dem falschen Fuss erwischt. Anschlusstreffer für Kreuzlingen. Die Pfyner konnten aber reagieren. Kurz vor der Pause spielte R. Gerber einen weiten Ball, den der Kreuzlinger Torwart ablief. Nandi setzte ihn jedoch stark unter Druck und zwang ihn zu einem Patzer. Nandi bedankte sich und schob ins leere Tor zum 1:3 ein.


Die Pause wurde mehrheitlich zum Durchschnaufen genutzt. Der kurzweilige erste Durchgang war – auch wegen der Spielfelddimensionen – sehr laufintensiv und entsprechend anstrengend. Entsprechende Wechsel wurden vorbereitet.

Das Heimteam startete mit viel Offensivdrang in die zweite Halbzeit. In der 46. Minute rettete die Latte nach einem Schuss aus dem Rückraum, kurze Zeit später konnte sich wiederum Vidale auszeichnen.


An diesem Abend hatten die Pfyner aber erneut die passende Antwort bereit. In der 50. Minute kombinierten sich Nandi und Negro in den Kreuzlinger Strafraum. Letzterer bekam den Ball pfannenfertig serviert und konnte den Vorsprung wieder auf drei Tore erhöhen. Auch dem Heimteam bot sich nur wenige Minuten später erneut eine Topchance. Wieder rettete die Latte die Pfyner vor einem Gegentor. Der Nachschuss war dann ungefährlich. Weiterhin war viel Lauf- und Defensivarbeit gefragt. Manchmal auch auf kreative Art und Weise: Müller blockte einen weiten Ball im Kung-Fu-Style in luftiger Höhe, R. Gerber begab sich in den Bodenkampf mit Stürmer Miljic, Thoma und Santos verteidigten den Rest auch noch weg. Mit gut getimten Pässen konnten die Kreuzlinger aber immer wieder den schnellen Miljic lancieren. Vidale war jeweils zur Stelle. Den Pfynern boten sich ihrerseits ebenfalls Chancen. In der 79. Minute schraubte sich der aufgerückte Sami im Strafraum in die Höhe, nachdem er von Schelling mit einem weiten Ball bedient worden war, und köpfte zum vermeintlichen 1:5 ein. Der Schiedsrichter hatte jedoch eine Abseitsposition gesehen und erkannte den Treffer ab. Im Gegenzug wurde wiederum Miljic lanciert, der der Pfyner Hintermannschaft entwischte und auch Vidale keine Chance mehr liess – 2:4. Durch die vielen Wechsel und eine längere Pflegepause wurden „gfüut“ fünf Minuten nachgespielt. Tore fielen keine mehr und so konnten die Pfyner den zweiten Sieg im laufenden Cup-Wettbewerb feiern.


Weiter geht es am Freitag in einer Woche auf der Oberen Wiide – abermals gegen den FC Kreuzlingen. Der Cup-Achtelfinalgegner steht noch nicht fest, gespielt wird am 9./10. Oktober. Ein weiterer Sieg würde den Einzug in den Viertelfinal bedeuten – und damit wäre im Cupabenteuer bereits Halbzeit. Vier Siege fehlen noch bis zum Titel.


17.09.2026 / Roman Gerber

 
 
 

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