Senioren: Cup-Aus gegen starken Gegner
- Jan Keller
- 1. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Cup Senioren 30+, FC Pfyn - FC Gossau

Heisse Liebe, Hassliebe, unnötiger Wettbewerb… die Meinungen zum Cupwettbewerb gehen weit auseinander. Unbestritten bietet der Cup immer wieder Anlass für Dramen und absolute Höhenflüge (der FC Lugano blamiert sich beim drei Ligen tiefer kickenden SC Cham; der FC Biel als Challenge-Ligist schafft es in den Cupfinal) und Erlebnisse, die pensionierte Fussballer auch ihren Enkeln noch weitergeben (Senioren des FC Pfyn im Sechzehntelfinale des Cups gegen den FC Davos auf prekären Platzverhältnissen im Wintersport-Mekka Davos).
Nachdem in den letzten beiden Jahren die erste Runde jeweils Endstation für die Pfyner Senioren bedeutete, wollte man dieses Jahr mal wieder ein Ausrufezeichen setzen. Mit dem FC Gossau wurden den Pfynern aber ein ausgesprochen starker Gegner zugelost. Das würde eine schwierige Aufgabe werden.
Wie schwierig, zeigte sich bereits in den ersten Spielminuten. Trotz Anspiel der Pfyner nahmen die Gäste das Spieldiktat sofort in die Hand und kamen bereits in der Anfangsphase zu mehreren Abschlüssen, die von der heimischen Abwehr noch zunichte gemacht werden konnten. Eine Viertelstunde hielten sich die Pfyner schadlos, dann schalteten die Gossauer aber nochmals einen Gang hoch. Eine Flanke in den heimischen Sechzehner konnte nur kurz geklärt werden, der Gossauer Angreifer fackelte nicht lange und sein Schuss aus 18 Metern zappelte alsdann im Netz. Vidale ohne Abwehrchance.
Praktisch eine Kopie des Angriffs zwei Minuten später. Ein Ball in den Pfyner Strafraum wird nach rechts geklärt, der Gossauer Offensivmann platziert den Ball unhaltbar im weiten Eck. 0:2 aus Pfyner Sicht.
Mit viel Laufarbeit konnten die Pfyner das Spiel danach etwas ausgeglichener gestalten und kamen über Oesch sogar zu einem erfolgsversprechenden Angriff. Die weiterhin spielbestimmenden Gossauer konnten sich aber schadlos halten.
In der 33. Minute liessen die Gossauer abermals ihre Klasse aufblitzen. Mit schnellem und präzisem Kombinationsspiel gelangten sie in den Pfyner Strafraum. Ein trockener Abschluss in die linke Ecke bedeutete den 0:3 Pausenstand.
Den Pfynern hatte der Pausentee (für ebendiesen gab es ein grosses Lob von Gossau Captain Kargel: "Welcher Druide hat diesen wahnsinnig guten Tee zusammengebraut?") ausgesprochen gutgetan und hatten in der folgenden Viertelstunde ihre beste Phase. Einem konsequent vorgetragenen Angriff über links folgte eine gute Hereingabe, welche von Fäh nur sehr knapp verpasst wurde. Die Pfyner Angriffsbemühungen schienen die Gäste dann aber wieder wachzurütteln. Mit einem erneuten Doppelschlag in der 52. und 54. Minute sorgten sie für die Entscheidung. In der Folge vermochten die Pfyner nicht mehr zu reagieren. Die Gossauer Senioren verstanden es ausgezeichnet, den klaren Vorsprung unbeschadet über die Zeit zu bringen.
Das erneute Cup – Aus für die Pfyner war somit besiegelt. Man hatte sich zwar nicht à la ManU blamiert, doch hatte man die eigenen Grenzen klar aufgezeigt bekommen. Die Gossauer gerieten nie in Bedrängnis und hatten das Spielgeschehen jederzeit im Griff. Bleibt zu erwähnen, dass es sich bei den Duellen mit Gossau jeweils um sehr angenehme Spiele handelt. Jederzeit fair, keine Gehässigkeiten und gegenseitiger Respekt.
Für die Pfyner steht am kommenden Freitag das Auswärtsspiel gegen den FC Tobel-Affeltrangen an. Ein Duell, das in der Vergangenheit auch schon für reichlich Zündstoff gesorgt hatte. Man darf gespannt sein…
01.09.2025 / Roman Gerber




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