U23: "Wer sie vorne nicht macht,..."
- marcostutz7
- vor 1 Tag
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FC Pfyn U23 : FC Niederwil 2 – 0:1
Ach, wie fällt es schwer, diesen Spielbericht zu schreiben. Ganze 70% Ballbesitz, wie uns die KI der Kamera verrät, tolle Paraden und diverse Torchancen halfen nichts. Am Ende erwies sich der nervige, aber dennoch oftmals zutreffende Satz «Wer sie vorne nöd macht, chunnt sie hine über» einmal mehr als passend.
Ausgeglichene, torlose erste Halbzeit
Dass Niederwil ein schlagbarer Gegner ist, hat Pfyn bereits im Hinspiel gemerkt. Damals lag man zwar zuerst zurück, konnte die Partie aber drehen, kassierte jedoch leider noch den sehr späten Ausgleich und wurde so um die drei Punkte gebracht. Auch an diesem Samstagnachmittag wussten die jungen Pfyner, ausnahmsweise durch Abwehrhüne Dani Frei verstärkt (vielen Dank fürs Aushelfen, Dani!), dass eine Punkteausbeute im Kampf gegen den Abstieg extrem wichtig wäre.
Beide Mannschaften begannen ziemlich zögerlich, wodurch das Spiel grösstenteils im Mittelfeld stattfand. Erst in der 16. Spielminute kam es zum ersten Torschuss der Partie. Anastasio Contes Geschoss landete jedoch am Ballfänger. Nachdem auch Niederwil zu einer ersten Möglichkeit kam, die ebenfalls das Tor verfehlte, steckte Ramon Frieden in der 28. Minute optimal auf Anastasio durch, welcher sich plötzlich allein vor dem Niederwiler Keeper vorfand. Anstatt auf den heranstürmenden Levent Ayyildiz abzulegen, versuchte es der Pfyner Stürmer selbst, scheiterte aber am gut reagierenden Schlussmann der Gäste.
Danach gewann die Partie ein bisschen an Schwung. Pfyn kam nach einem Flügellauf von Levent zu einer Dreifachchance, wobei jedoch immer wieder ein Niederwiler Bein im Weg stand. Kurz darauf wurde es auf der anderen Seite eng, als ein Nachschuss in Folge eines Eckballs am Pfosten des Pfyner Tores landete, und unmittelbar vor der Pause hatte auch Ramon noch eine Chance, welche jedoch von einem Niederwiler per Kopf vereitelt wurde.
Die Chancen werden immer klarer
In der zweiten Halbzeit ging das Geschehen ähnlich weiter. Pfyn war im Chancenplus, wobei aber immer wieder das letzte Quäntchen Glück fehlte oder die finale Entscheidung nicht die richtige war. In der 70. Spielminute kam Pfyn dann eher durch Zufall zu einer riesigen Chance. Am Penaltypunkt sprang der Ball Ramon Frieden ungewollt vor die Füsse. Dieser zögerte keine Sekunde, schloss sogleich ab, doch durch einen mirakulösen Reflex gelang es dem Niederwiler Goalie, den Ball an den Pfosten zu lenken. Grosses Pech für das Heimteam, das eine Führung verdient gehabt hätte.
Nach einer guten Einzelleistung von Armon Plouda, welcher aber aus zu spitzem Winkel scheiterte, kam Niederwil einmal mehr zu einem Schuss aus der zweiten Reihe. Dieser knallte, wie schon in der ersten Halbzeit, an den rechten Aussenpfosten. Das Spiel stand auf Messers Schneide.
Eine Unkonzentriertheit wird sofort bestraft
Es waren regulär nur noch vier Minuten zu spielen, als der Niederwiler Innenverteidiger einen Abstoss weit in die Pfyner Hälfte beförderte. Pfyn verlor dort das Kopfballduell und für einen Moment stimmte die Absicherung nicht ganz, was vom gegnerischen Stürmer eiskalt ausgenutzt wurde. Er spekulierte richtigerweise auf den weiten Ball, konnte ihn optimal mitnehmen und erschien alleine vor Crispin Jimenez. Obwohl Crispin den ersten Schuss aus nächster Distanz noch stark abwehren konnte, landete – wie sollte es auch anders sein – der Abpraller wieder vor den Füssen des Stürmers, der zur Führung und damit auch zum Endstand einschieben konnte.
Nächstes Spiel am Dienstag
Insgesamt war es also einmal mehr ein Spiel, das für Pfyn enttäuschend endete. Obwohl man die entsprechenden Chancen mehrfach hatte, fehlte das gewisse Etwas im Abschluss, was dann bitter bestraft wurde. Dennoch gilt es die positiven Aspekte, insbesondere das Kreieren all dieser Chancen, in die nächste Partie mitzunehmen. Am Dienstag, 26.5., treffen die Pfyner nämlich zu Hause auf den direkten Tabellennachbarn aus Kirchberg. Über eure Unterstützung würden wir uns riesig freuen.



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