top of page

Senioren: Giftzwerge und andere Märchen im Hinterthurgau

  • Jan Keller
  • vor 15 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Senioren 30+, FC Eschlikon - FC Pfyn, 3:0


Aufgrund der anstehenden Pfingsten und der damit verbundenen Abwesenheit vieler Pfyner Spieler reisten die Senioren bereits am Mittwoch in den Hinterthurgau und waren beim FC Eschlikon zu Gast. Durch ferienbedingte Abwesenheiten wurde die Pfyner Aufstellung im Vergleich zu den letzten Spielen kräftig durchgeschüttelt. Coach Höppner stand dennoch die erfreuliche und stolze Anzahl von 17 Spielern zur Auswahl. So kam es an diesem Abend auch zur Premiere von Michel im Tor. Notabene aktueller Topscorer, aber nach dem letzten Spiel arg lädiert und somit froh um etwas weniger Laufarbeit. Mit dem FC Eschlikon hatte man sich schon länger nicht mehr duelliert. Ein jedem sind aber intensive Duelle, hart geführte Zweikämpfe und lautstarke Gegenspieler aus früheren Begegnungen noch allzu präsent.

 

Die Startphase gehörte klar den Pfynern. Das Heimteam stand tief und liess die die Pfyner in der eigenen Platzhälfte gewähren. So kam Rollo in der Startviertelstunde zu zwei vielversprechenden Abschlüssen, sah aber beide vom Torhüter pariert. Die Eschliker versuchten dem zunehmenden Pfyner Druck mit körperbetontem Spiel Einhalt zu bieten. Nicht immer ging es dabei fair zu und her und einige Pfyner dürften am Tag nach dem Spiel noch Souvenirs bestaunen können. Die beste Chance bot sich Sami, als er an der rechten Strafraumecke den Ball erobern und mit dem (schwachen) linken Fuss den Ball Richtung Tor zirkelte. Knapp streifte der Ball über den Querbalken. Die Pfyner wähnten sich bereits in der Pause, da lag Eschlikon plötzlich mit zwei Längen vorne. Erst konnte R. Gerber eine Flanke noch per Kopf klären, der zweite Ball landete aber beim Eschliker Capain Ziltener, der mit einem Flachschuss einnetzen konnte. Kurz darauf dann ein weiterer Abschluss und schon waren die Pfyner mit zwei Toren im Rückstand. Erzielt wurde der Treffer durch Eschlikons Müller, der den Pfynern noch einige Freude bereiten sollte. Beneidenswert war vor allem Michel. Zwei Tore kassiert und nicht die kleinste Chance sich zuvor auszuzeichnen.

 

Ein Dreifachwechsel in der Pause sollte den Pfynern neue Impulse geben. Tatsächlich wurde man vor dem Tor präsenter und konnte das Spieldiktat an sich reissen. Die Eschliker fielen dagegen weiterhin mit hartem Zweikampf und unerfreulicherweise mit viel Geschwätz auf. Der Schiedsrichter unterband den Giftzwerg leider nicht und so glühten bald schon jedem Spieler die Ohren, wenn der Unruhestifter in der Nähe war. Leider schafften es die Pfyner weiterhin nicht, sich in aussichtsreise Positionen vor dem Tor zu bringen und für echte Torgefahr zu sorgen. Man war zwar bemüht, aber in vielen Aktionen zu fahrig und ungenau. Die Offensive Ausrichtung der Pfyner ermöglichte dem Heimteam vermehrte Konter. Immerhin konnte sich Michel im Tor mit guten Aktionen auch noch auszeichnen. Auch Beerli klärte nach einem Eckball noch auf der Linie und hielt die Pfyner Hoffnung, den Rückstand aufzuholen am Leben. In der 72. Minute fasste sich dann Oesch ein Herz – er startete jedoch keinen Flügellauf sondern wies den Eschliker Unruhestifter an der Seitenlinie in die Schranken. Anstelle seines zweiten Torerfolgs im Dress der Pfyner holte er sich so die zweite gelbe Karte ab. Kurz darauf entschieden die Eschliker nach einer Ecke per Kopfball das Spiel (3:0, 75. Min). Beinahe wäre das Resultat noch höher ausgefallen. Conte legte in der Schlussminute den Eschliker Angreifer im Strafraum – Penalty. Auch wenn dieser platziert geschossen war, überzeugte Michel mit einer enormen Sprungkraft und kratzte den Ball aus der unteren Ecke. Zumindest eine kleine Genugtuung für die Pfyner.

 

Der Ausflug in den Hinterthurgau wurde für die Pfyner nicht zum erhofften Pfingstmärchen mit dem dritten Sieg in Folge, sondern eher zum Horrormärchen voller körperlicher Blessuren, Trash-Talk und als krönenden Abschluss eine unnötige Niederlage. Weiter geht es am Freitag in einer Woche mit dem letzten Heimspiel der Saison gegen die Senioren des FC Wil. Da hat man aus dem letzten Cupspiel noch einiges gutzumachen.


21.05.2026 / Roman Gerber

 
 
 

Kommentare


logo_web_q.png
bottom of page