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  • Jan Keller

Senioren: Matchbericht

Bericht Meisterschaftsspiel FC Abtwil-Engelburg - FC Pfyn, 10.05.2023



Wenige Tage nach dem Heimerfolg gegen Tägerwilen stand schon das nächste Spiel auf dem Programm. Dank der Hilfe aus der 2. Mannschaft konnten wenigsten drei Spieler auf der Ersatzbank Platz nehmen. Dass dies noch wichtig werden würde, ahnte man auf Pfyner Seite noch nicht. Diesmal ging es zum FC Abtwil-Engelburg. Schon beim Aufwärmen stellten die Pfyner fest, dass es auf diesem Kunstrasen ein schwieriges Spiel werden würde. Auf dem nassen Geläuf wurde der Ball sehr schnell und sprang zudem aussergewöhnlich auf.


Wie die Feuerwehr legte Abtwil-Engelburg los und bereits nach wenigen Sekunden bekam Sami zu spüren, dass die Gastgeber gewillt waren, kurzen Prozess mit den Pfynern zu machen. Benommen durch den Zusammenprall hielt er aber eine Halbzeit durch. Abtwil drängte die Gäste in deren Hälfte und so kam es wie es kommen musste. Ein weiter Ball in die Sturmspitze, ein verlorener Zweikampf und der Abtwiler Stürmer liess sich nicht zweimal bitten. So stand es nach sechs Minuten schon 1:0 für die Gastgeber. Diese hielten das Tempo weiterhin hoch und den Pfynern gelang es nicht, sich aus der Umklammerung zu lösen. Zu allem Übel musste dann auch Carniel wegen einer Verletzung früh das Handtuch werfen. Für Ihn kam Häni in die Mannschaft. In der zwölften Minute bekam der Mittelstürmer der Heimmannschaft am Strafraum den Ball. Mit zwei geschickten Körpertäuschungen tanzte er die Verteidiger aus und stand alleine vor Goncalves. Die Chance liess er sich nicht nehmen und markierte das 2:0. 180 Sekunden später wurde der gleiche Spieler mit einem langen Ball lanciert. Die Pfyner reklamierten Abseits, fanden aber kein Gehör beim ansonsten tadellosen Unparteiischen. Der Abtwiler überlobte den Pfyner Goalie gekonnt und schnürte so in Haaland Manier seinen persönlichen Hattrick.


Jetzt musste man sich langsam Sorgen um die Pfyner machen, drohte doch das Ganze zu einem Debakel zu werden. Doch die Mannschaft rappelte sich auf und konnte in der Folge das Spiel etwas ausgeglichener gestalten. Leider waren die finalen Pässe in die Spitze jeweils zu unpräzise, so dass für den Torwart der Gastgeber kaum Gefahr drohte.

In der 30. Minute bekamen die Pfyner einen Einwurf am gegnerischen Strafraum zugesprochen. Der Ball ging leider schnell verloren und die Gastgeber lancierten einen mustergültigen Konter, welcher zum 4:0 abgeschlossen werden konnte. Das Spiel plätscherte in der Folge etwas dahin. Bemerkenswert war nur noch, dass Manuel Thoma bei einem Rettungsversuch zu einem Spagat ansetzte. Da er aber kein Kunstturner ist, war das verhängnisvoll. Am Oberschenkel verletzt, wurde er durch seinen Bruder Marcel Thoma ersetzt.


In der Pause wurden die Wunden geleckt und kleine taktische Änderungen vorgenommen. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit signalisierte Sami, dass es bei ihm nicht mehr weiterging. Seine Kopf- bzw. Nackenverletzung behinderte ihn zu stark (Diagnose am Folgetag: leichte Gehirnerschütterung!). Damit musste Coach Höppner seine letzte Karte spielen und sich selber einwechseln. Die Pfyner hielten nun besser dagegen, waren aufsässiger und versuchten ihr gefürchtetes Pressing aufzuziehen. Die Gastgeber hatten darum viel weniger Zeit, um die Bälle an den richtigen Adressaten zu bringen. So wuchs in der Folge auch das Selbstvertrauen der Pfyner und es kam zu einigen Annäherungen an den gegnerischen Strafraum. Leider machte es sich bemerkbar, dass man in dieser Zusammensetzung noch nie zusammengespielt hatte. Laufwege und Vorlieben der Passgeber und -empfänger waren zu wenig aufeinander abgestimmt. Doch der Wille und die Bereitschaft, alles für die Mannschaft zu geben, war bei allen Beteiligten zu erkennen. Aufopferungsvoll ging man in die Zweikämpfe und machte es so den Abtwilern schwer. So verzeichneten die Gastgeber in der zweiten Halbzeit keine nennenswerten Torchancen mehr. Dass die Pfyner die zweite Hälfte ohne weitere Gegentreffer überstand, darf durchaus als Erfolg gewertet werden, zumal man in den letzten Minuten gar zu zehnt fertig spielen musste.


Es steht noch ein Gruppenspiel aus. Leider fordern die Spiele in der Meisterklasse ihren Tribut. Die Liste der verletzten Akteure wird von Spiel zu Spiel länger. Coach Höppner muss nun irgendwie noch elf fitte Spieler zusammenbekommen.


11.05.2023 – Michael Höppner


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