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  • Jan Keller

Senioren: Mal verliert man und mal gewinnen die anderen*

Meisterschaft Senioren 30+, FC Pfyn - FC Wängi 1 : 5


Nach der nur bedingt erfolgreichen Ausfahrt nach Speicher befanden sich die Pfyner Senioren am letzten Freitag mit dem Heimspiel gegen die Senioren des FC Wängi wieder in vertrauteren Gewässern. Dass auch diese durchaus turbulent sein können, sollte sich schon früh zeigen. Aber der Reihe nach. Durch die Abwesenheit von Coach Höppner übernahm Michael Stalder das Ruder. Nachdem bei den letzten Spielen nur beschränkt Spielermaterial zur Verfügung stand, verfügte Stalder über einen Kader von 17 Spielern. Müller, Häni, Bisig und der zuletzt gesperrte S. Gerber waren wieder verfügbar. Duelle gegen Wängi versprachen in der Vergangenheit meist viel Unterhaltung. Von kuriosen Toren über strittige Platzverweise zu heroischen Siegen war bisher alles mit dabei. Man durfte also gespannt sein.



Wängi startete besser ins Spiel und zeigte bereits in den Anfangsminuten einige gefährliche Aktionen. In der 8. Minute konnten sich die Gäste auf der linken Seite durchsetzen und den Ball gefährlich in den Pfyner Strafraum spielen. Der Ball prallte vom weiten Pfosten ab, wo R. Gerber zu klären versuchte. Die Gäste hatten aber schnell reagiert und waren den Pfyner Verteidigern enteilt. So landete der Klärungsversuch in den Füssen von Wängi Captain Fuchs, welcher ungehindert zum 0:1 einschieben konnte. Die Pfyner liessen die gewohnte Ballsicherheit und Zweikampfstärke weiterhin vermissen. Bezeichnend dafür das 0:2 durch Wängi bereits in der 14. Minute: Ein Ballverlust der Pfyner tief in der gegnerischen Platzhälfte wurde vom Gästestürmer über das ganze Feld getragen und im Strafraum quergelegt. Wieder war die Pfyner Defensive nicht auf der Höhe und so konnte Wängi unbedrängt vollenden. Eine so steife Brise hatten die Pfyner definitiv nicht erwartet. In der Folge konnten sie das Spiel etwas ausgeglichener gestalten und gefährliche Aktionen vor dem eigenen Tor verhindern. Just in dieser Phase wiederum ein Ballgewinn von Wängi in der eigenen Platzhälfte, schnelles Umschaltspiel in die Spitze und schon stand es 0:3. Die Pfyner waren nach 30 Minuten absolut bedient. Der erste eigene Abschluss durch Rollo kurz danach eher als Randnotiz zu verbuchen. Wängi blieb bis zur Pause weiterhin spielbestimmend, Pfyn weiterhin mit vielen Unsicherheiten und zu wenig Druck auf die zweiten Bälle.


Die zweite Halbzeit begannen die Pfyner mit mehr Ballbesitz, Wängi konnte sich auf das Verwalten des Vorsprungs konzentrieren. Weiterhin kam das Heimteam aber zu keinen nennenswerten Torszenen. Die beiden Mannschaften neutralisierten sich grösstenteils im Mittelfeld. Der Nackenschlag für die Pfyner erfolgte dann zwischen der 60. und 61. Minute: Ein Angriff über ihre linke Seite brachte den Aussenläufer in gute Position. Seine Flanke wurde von R. Gerber noch abgefälscht, landete trotzdem (oder deswegen) punktgenau beim mitlaufenden Stürmer, welcher mit einer Direktabnahme zum 0:4 einnetzen konnte. Die Pfyner hatten gerade das Anspiel ausgeführt, da standen die Gäste schon wieder in ihrem Strafraum und erhöhten auf 0:5. Hatte bis dahin zumindest noch die Hoffnung bestanden, mit einer fulminanten Aufholjagd, welche durchaus zu einem Spiel gegen Wängi gepasst hätte, noch einen Punkt zu holen, war mit diesem Resultat der Ausgang des Spiels besiegelt. Die Pfyner kamen nach einem sehenswerten Doppelpass zwischen Petterson und Ott noch zum Anschlusstreffer (68. Minute). Die Gäste, mittlerweile mangels weiterer Auswechselspieler nur noch zu zehnt agierend, konnten den komfortablen Vorsprung aber weitestgehend ungefährdet verteidigen. Kurz vor dem Schlusspfiff kamen sie sogar noch in den Genuss eines Penaltys, nachdem Müller mit seinem Einsteigen im Strafraum den Schiedsrichter zu einem Pfiff bewog. Die Latte rettete die Pfyner vor einem noch deutlicheren Resultat. Zumindest war mit dieser Aktion der Sponsor des Matchharasses bereits gefunden.


Da die Senioren vom FC Speicher ihr letztes Spiel ebenfalls nicht erfolgreich gestalten konnten, änderte sich an der Tabelle nichts mehr und so stand mit dem FC Wittenbach auch der Gegner für das Achtelfinalspiel im Meisterplayoff bereits fest. Somit steht den Pfynern am nächsten Freitag eine Ausfahrt an bereits bekannte Stätte bevor. Verbleibt die Hoffnung, dass nicht wieder ein ähnlicher Tornado wie vor Jahresfrist an gleicher Stelle über sie hinwegfegt…


*Zitat Otto Rehagel


27.05.2024 / Roman Gerber

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