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  • Jan Keller

Senioren: Erneute Achtelfinalniederlage

Meisterschaft Senioren 30+, FC Wittenbach - FC Pfyn 7 : 0


79.9 mm Niederschlag, 0 Stunden Sonnenscheindauer und 7.8°C Tagesminimum sind nicht etwa Durchschnittswerte für trübe Herbsttage, sondern die Tageswerte für Wittenbach SG am Vortag des kalendarischen Sommeranfangs 2024. Nicht gerade würdige Bedingungen für ein Achtelfinalspiel der Senioren 30+ Meisterrunde. An gleicher Spielstätte hatten die Pfyner Senioren ebenfalls im Achtelfinale vor Jahresfrist nach starkem Spielbeginn rabenschwarze und haarsträubende 16 Minuten eingefangen, welche das Spiel noch vor der Pause deutlich entschieden. Man wusste also über die Stärken des Gegners Bescheid und Coach Höppner schwor sein Team dementsprechend ein. Man stand dem FC Wittenbach als klarer Underdog gegenüber und ein Weiterkommen in den Meisterplayoffs wäre durchaus als kleine Sensation zu werten.



Nach dem Einwärmen bei Dauerregen wurde das Spiel pünktlich angepfiffen. Captain R. Gerber hatte das Anspiel gewonnen und so versuchten die Pfyner gleich mit dem Anspiel den ersten Angriff zu lancieren. Es zeigten sich bereits da die Tücken des durchnässten Kunstrasens: schneller werdende Bälle und sehr rutschiger Untergrund. Folglich konnte Ott den weiten Ball von Bisig nicht verwerten. In der 9. Minute war es wiederum Ott, der sich diesmal durchsetzen konnte, seinen Abschluss aber vom Heimtorwart entschärft sah. Nach einer Viertelstunde erhöhte Wittenbach merklich das Tempo. Erst entschärfte Vidale einen scharf getretenen Freistoss und lenkte einige Minuten später einen Schlenzer noch um den Pfosten. Weitere Torchancen wurden mit vereinten Kräften verhindert. Die Pfyner versuchten, mit Kontern der eigenen Hintermannschaft Verschnaufpausen zu verschaffen. Bisig verpasste bei einem dieser Entlastungsangriffe das Tor nur sehr knapp. In der 21. Minute war dann auch Vidale machtlos als ein Wittenbacher Stürmer nach einem Fehlpass im Aufbau der Pfyner den Ball erobern und allein aufs Tor ziehen und erfolgreich abschliessen konnte. Wie schon im Achtelfinalspiel vor einem Jahr konnten sich die Pfyner für eine gute Anfangsphase und kämpferische Leistung nicht mit einem Tor belohnen und gerieten zur Mitte der ersten Halbzeit in Rückstand. Zudem begannen böse Erinnerungen an den weiteren Verlauf des Spiels wach zu werden, zumal Wittenbach den Druck nun weiter erhöhte. Oft konnten die Angriffe des Heimteams nur zu einem Eckball geklärt werden. Einer davon konnte in der 27. Minute von der Pfyner Abwehr aus dem Strafraum befördert werden jedoch nahm sich Gemperli dem Ball an und verwandelte aus 20 Metern mit einem sehenswerten Schlenzer unhaltbar für Vidale. Ein zwischenzeitlicher Vorstoss und Abschlussversuch von Rollo blieb erfolglos und im Anschluss wiederholte sich die Szene vom 2:0: Eckball Wittenbach von den Pfynern aus dem Strafraum geklärt, Gemperli diesmal aus 25 Metern: 3:0.


Mit einem klaren Rückstand ging es in die kurze Halbzeitpause. Auch wenn sich die Pfyner Senioren beherzt zur Wehr setzten und zwischenzeitlich guten Kombinationsfussball zeigten, würde nur noch ein gewaltiger Exploit eine weitere Niederlage gegen Wittenbach verhindern können. Die Pfyner bemühten sich weiterhin, das Spiel gestaltete sich jedoch ähnlich wie einige andere in der vergangenen Meisterschaftsrunde. Zwar gelang es den Pfyner Senioren des Öfteren, Druck auf den Gegner und vor dem gegnerischen Strafraum zu erzeugen. Ein Torerfolg stellte sich aber oft nicht ein. Schlimmer noch, meist gelang den gegnerischen Teams genau in diesen Phasen ein Befreiungsschlag mit einem Gegentor. So auch in diesem Spiel. In der 46. Minute vollendeten die Wittenbacher eine schöne Kombination zum 4:0. Danach nahmen sie merklich etwas Tempo aus dem Spiel und Pfyn hatte wieder etwas mehr Ballbesitz. So kam Rollo zu zwei Torchancen, beide Male blieb er allerdings ohne Torerfolg. Ebenso Häni, welcher mustergültig freigespielt wurde und noch einen Haken zu viel einlegen wollte. Gegen diese Druckphase hatte wiederum das Heimteam etwas einzuwenden und skorte bis Spielende noch drei Mal zum verdienten, wenn auch hohen 7:0 Endstand.


Das letzte Spiel der Meisterschaftsrunde endete mit ähnlichem Fazit wie die Spiele gegen Frauenfeld, Flawil, Gossau etc.: Phasenweise konnten die Pfyner gut bis sehr gut mithalten und sich mit guten Kombinationen bis vor das gegnerische Tor spielen. Das entscheidende Abschlussglück und der folgende Torerfolg fehlten jedoch oft. Am Resultat gemessen, fielen die Spiele daher gefühlt zu deutlich aus. Auch in dieser Rückrunde war Coach Höppner oft mit einem nur schmalen Kader konfrontiert. Vielen Dank an dieser Stelle den Aushilfsspielern aus der 2. Mannschaft für den Einsatz! Ein herzliches Dankeschön ebenfalls den Zuschauern und Unterstützern der Senioren, welche uns nicht nur an den Heimspielen anfeuern, sondern teilweise auch über die Kantonsgrenze reisen und den widrigsten Wetterbedingungen trotzen!


07.06.2024 / Roman Gerber

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