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  • stefanmarolf

Ba-Junioren: Der verflixte Zwei-Tore-Vorsprung


Nachdem die Ba-Junioren bereits vor einer Woche gegen den SC Bronschhofen das letzte Testspiel der Vorbereitung absolviert hatten, wartete zum Meisterschaftsauftakt derselbe Gegner auf demselben Rasen. Bei optimalen Wetterbedingungen starteten die Pfyner explosiv und setzten die Bronschhofer früh unter Druck. Die dadurch provozierten Fehler in der Hintermannschaft des Kontrahenten führten zwar zu Chancen, welche Pfyn jedoch vorerst nicht in ein Tor ummünzen konnte.


In der 16. Minute fand der Ball den Weg zum Pfyner ZOM Malik Scheidegger, der sein ganzes Können aufblitzen liess. Aus der Drehung schickte er die pfeilschnelle Neuverpflichtung Luca Kressibucher auf die Reise. Dieser zögerte nicht lange und konnte den gegnerischen Torhüter mit einem sehenswerten Lupfer überwinden. Im selben Takt ging es weiter. Die Pfyner störten den Gegner weiterhin früh und energisch.


So konnte Joel Frieden in der 29. Minute den Spielaufbau der Bronschhofer durch einen starken Kopfball unterbinden und sogleich den Angriff einleiten. An der Strafraumgrenze setzte sich Malik Scheidegger durch und konnte zum 2:0 verwerten. Der einzige nennenswerte Angriff der gegnerischen Mannschaft ereignete sich kurz vor der Pause und wurde von Armon Plouda entschärft. So ging Pfyn dank einer sehr starken Leistung hochverdient mit einer Führung in die Halbzeitpause.


Unterzahl nach dem Seitenwechsel


Wie man jedoch weiss, ist gerade ein Zwei-Tore-Vorsprung auch immer relativ gefährlich. Ein weiteres Exempel dessen statuierte der SC Bronschhofen in der zweiten Hälfte der Partie. Obwohl die Pfyner trotz weit aufgerücktem Gegner einen geordneten Spielaufbau aufziehen konnten, blieben von dem Feuer der ersten Halbzeit auf Pfyner Seite nur noch ein paar Funken übrig. Es fehlte die Überzeugung in den Zweikämpfen, das Umschaltspiel wirkte träge, die Defensivbewegung war zu zahm.


Und so war man des Öfteren einen Schritt zu spät, was zu gefährlichen Standardsituationen vor dem Pfyner Kasten führte. Einerseits durch starke Ausführung, andererseits durch aktive Mithilfe der Pfyner konnte der SC Bronschhofen tatsächlich durch Standards zwei Tore aufholen. Und plötzlich begann dieses Spiel von vorne. Obwohl man sich nicht mehr so viele Chancen wie in Halbzeit 1 herausspielen konnte, kam Pfyn zu einigen nennenswerte Aktionen vor dem gegnerischen Torhüter.


Schliesslich war es jedoch eine hervorragende Einzelaktion von Marvin Aeschbacher, die Pfyn einmal mehr in Führung brachte. Der Stürmer attackierte den Gegner früh und konnte sich dann gleich gegen zwei Mann durchsetzen und zum 3:2 einschieben.


Doch die Euphorie hielt leider nicht lange an. In der 68. Minute wurde die ansonsten sehr stabile Pfyner Abwehr durch einen Steilpass überlistet und der gegnerische Stürmer zog allein aufs Tor los. Sandro Tagliavini sah sich als letzter Mann zu einer Notbremse gezwungen und wurde dafür mit der roten Karte sanktioniert. So musste Pfyn die letzten 25 Minuten auf den routiniert auftretenden Innenverteidiger verzichten und dem Druck in Unterzahl standhalten.


Zuerst gab es aber noch den Freistoss, der durch das eben genannte Foul entstanden ist. Wie sollte es auch anders sein, versenkten die Bronschhofer auch diesen Standard im Netz. Als wäre man durch die Unterzahl nicht schon genug geschwächt worden, musste Pfyn aufgrund eines Frustfouls, das zu einer gelben Karte führte, während 10 Minuten mit 9 Mann gegen Bronschhofen ankämpfen. Der Mannschaft gebührt grosses Lob für ihre Standhaftigkeit während dieser Phase.


Unnötige Startniederlage, aber viel Positives


Weiterhin kam es kaum zu nennenswerten Torchancen des Gegners aus dem Spiel heraus. Doch in der 78. Minute war es wieder so weit: Freistoss für Bronschhofen. Ihr wisst, was jetzt kommt. 4:3 für das Heimteam. Obwohl das Pfyner Kollektiv weiterhin nicht aufgab und wacker weiterkämpfte, ja sich nach einer weiteren gelben Karte gegen Torhüter Dario Egger, in doppelter Unterzahl gar noch eine Chance erspielte, konnte dieser Rückstand nicht mehr wettgemacht werden.

So blieb es bei der Auftaktniederlage. In Anbetracht des starken Gegners ist dies zwar kein Debakel, aber schmerzt trotzdem sehr, weil man sicherlich die bessere Mannschaft gewesen war und das Spiel über weite Strecken dominiert hatte. Der Einstieg in die zweite Halbzeit zeigte eindrücklich, dass 90


% Einsatz nicht reichen und von starken Gegnern bestraft werden. Insofern hat Pfyn nicht nur Pech gehabt, sondern sich auch durch Nachlässigkeiten und vier Eigenfehler selbst für die Gegentore zu verantworten.

Aus spielerischer Sicht lässt sich dennoch viel Positives aus diesem Spiel mitnehmen. Der Ball lief gut und schnell, die ZuschauerInnen hatten einige wunderschöne Angriffe zu bestaunen. Auch der Team- und Kampfgeist stimmte trotz den sich überschlagenden Ereignissen. Die Niederlage lässt sich zwar nicht rückgängig machen, aber daraus lernen kann das Pfyner Team definitiv. Schliesslich bieten jeder Fehler und jede mentale Unaufmerksamkeit die Möglichkeit, es das nächste Mal besser zu machen und sich nicht auf einem 2:0 Vorsprung auszuruhen.

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