U23: Die etwas zu kurzen letzten zehn Minuten
- marcostutz7
- vor 1 Minute
- 3 Min. Lesezeit
Pfyn U23 : FC Henau 2 - 2:3
Auch beim dritten Spiel der Rückrunde wartete mit dem FC Henau 2 eine Mannschaft aus den Top 4 auf die Pfyner U23. Gegen Henau hatte man im Hinspiel nicht den Hauch einer Chance. An diesem wunderbaren Sonntagnachmittag sah es lange ähnlich aus, nahm dann aber eine plötzliche Wendung.

Klare Verhältnisse in der ersten Spielhälfte
Personell hatten die Henauer einige Wechsel im Vergleich zum Hinspiel vorgenommen und waren spielerisch nicht mehr so dominant wie damals. So gelang es Pfyn in den Startminuten gut, den Gegner vom eigenen Tor fernzuhalten. Nach einem Freistoss der Gäste wurde es aber trotzdem brandgefährlich, sodass sich Crispin Jimenez ganz lang machen musste, um das erste Gegentor zu verhindern. Unbeirrt von dieser Grosschance konnten sich die Pfyner im Gegenzug vor den gegnerischen Kasten kombinieren. Der öffnende Pass auf den wieder einmal im Sturm agierenden Levent Ayyildiz war nur minimal zu scharf. Hätte Levent diesen Ball noch erreicht, wären die Pfyner zu zweit vor dem Henauer Schlussmann gestanden. Doch wie Lothar Matthäus einst sagte: «Wäre, wäre, Fahrradkette.»
In der 12. Spielminute kam Henau tief in der Pfyner Hälfte zu einem Einwurf. Das Heimteam liess den Gästen zweimal in Folge zu viel Platz, war zu zaghaft im Zweikampf, sodass sich der Henauer Stürmer das Leder im Strafraum zurechtlegen und mühelos zur Führung einschieben konnte.
In der Folge mutierte die Partei zu einem wackeren Hin und Her. Obschon die jungen Pfyner ihre Arbeit mehrheitlich gut machten, kassierte man nochmals zwei bittere Gegentore, welche beide auf individuelle Fehler zurückzuführen waren. Zwar hatte Pfyn vor der Pause noch eine dicke Chance als Anastasio Conte den aufgerückten Tim Specht per Steckpass lancierte, welcher aber am glänzend reagierenden Henauer Keeper scheiterte. So musste Pfyn mit einem klaren Dreitorerückstand in die Pause.
Die Aufholjagd
In der zweiten Halbzeit ging es lange Zeit im selben Tenor weiter: Henau hatte ein Chancenplus, erzielte gar noch ein weiteres Tor, welches aber aufgrund einer Abseitsposition aberkannt wurde, und Pfyn hatte Mühe, sich klare Möglichkeiten zu erspielen. In der 75. Spielminute konnte Majid Nazari eine Henauer Hereingabe in höchster Not ins Aus spedieren und somit Schlimmeres verhindern. Auch kurz danach sah es eher nach einem vierten Gegentor als einem eigenen Torerfolg aus. Doch dann – als die Zuschauer das Spiel eigentlich schon abgehakt hatten – kam die 83. Spielminute. Mit nur zwei Pässen konterten die Pfyner den Gegner aus. Ein toller Steckpass von Levent Ayyildiz fand den pfeilschnellen Armon Plouda, der hier wieder einmal seine Stärke aufblitzen lassen konnte und eiskalt zum 1:3 einschob. Ging da etwa noch was auf der Oberen Wiide?
Nur drei Minuten später schaltete sich Florin Eicher in den Angriff ein und kämpfte sich nach vorne. Seine Hereingabe konnte von den Henauern nicht final geklärt werden und landete bei Tim Hanselmann, dessen Schuss sich in den Beinen von Anastasio Conte verfing, der die Kugel per Nachschuss im Kasten unterbringen konnte. Und plötzlich war Pfyn nur noch ein Tor vom Ausgleich entfernt. Jetzt überschlugen sich die Ereignisse. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit wurde ein möglicher Pfyner Konter aufgrund eines vermeintlichen Foulspiels unterbrochen. Den daraus folgenden Freistoss hämmerten die Gäste an die Latte. Die letzte Aktion des Spiels gehörte dann nochmals den Pfynern. Nach einem Einwurf und einer Kopfballverlängerung landete der Ball beim nun als Feldspieler agierenden Crispin Jimenez. Leider erwischte Crispin den Ball nicht richtig, weshalb dieser doch deutlich am Tor vorbeiflog.
So blieb es letztendlich leider bei der knappen Niederlage. Ein Unentschieden wäre angesichts des massiven Chancenplus auf Henauer Seite wohl zu viel des Guten gewesen. Gleichwohl kann Pfyn stolz auf die Schlussphase sein und daraus gewaltig Selbstvertrauen tanken, war es doch immerhin der Leader, gegen den die beiden späten Tore gelangen.



Kommentare