Senioren: Achterbahnfahrt zum Rückrundenstart – Pfyn verpasst Sieg trotz starker Phasen
- Jan Keller
- vor 11 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Senioren 30+, FC Pfyn - FC Bütschwil Grp., 3:3
Rückrundenstart für die Pfyner Senioren – neue Gruppe, neue Gesichter, neue Herausforderungen. Ferienzeit sei Dank mussten gleich mehrere Spieler ersetzt werden, weshalb Unterstützung aus dem Fanionteam und der 5. Liga notwendig wurde. Gleichzeitig feierten mit Robin Michel und Anastasio Conte zwei Neuzugänge ihr Debüt im Pfyner Dress.
Die Partie begann gleich mit einer Szene, die für Gesprächsstoff sorgen sollte: Bereits in der 2. Minute zog S. Gerber alleine Richtung Tor, doch statt freier Bahn ertönte plötzlich der Pfiff des Schiedsrichters – allerdings gegen Gerber. Für viele Pfyner völlig unverständlich, denn aus ihrer Sicht war es klar der Verteidiger, der zur Notbremse griff. Eine mögliche spielentscheidende Szene – doch das Spiel lief in Vollbesetzung weiter.
Die Pfyner Senioren liessen sich davon jedoch nicht beirren und legten einen Traumstart hin. In der 5. Minute kombinierten sich die Hausherren mit herrlichem Direktspiel durch die gegnerische Defensive. Der Ball fand den Weg in den Fünfmeterraum, wo S. Gerber nachsetzte und den Ball aus kürzester Distanz zur hochverdienten 1:0-Führung über die Linie drückte.
Nur wenige Minuten später setzte Neuzugang Michel ein erstes Ausrufezeichen. Sein Abschluss strich jedoch hauchdünn am rechten Pfosten vorbei. Pfyn war klar tonangebend, aggressiv in den Zweikämpfen und spielfreudig nach vorne.
In der 13. Minute folgte der nächste Höhepunkt: Nach einer Pfyner Ecke konnten die Gäste den Ball nicht aus dem Strafraum klären. Bisig schraubte sich in die Höhe und wuchtig setzte er den Kopfball ins Netz – 2:0. Die Partie schien in eine klare Richtung zu laufen – sollte man denken.
Unerklärlich zog sich Pfyn zurück, das Tempo verschwand, die Präzision ging verloren. Bütschwil witterte seine Chance und nutzte sie eiskalt. In der 22. Minute spielten sich die Gäste mit sehenswerten Doppelpässen durch die gesamte Pfyner Defensive und schlossen zum 2:1 ab. Die Senioren aus Bütschwil übernahmen nun sogar das Spieldiktat. Torhüter Vidale konnte schlimmeres verhindern. Pfyn wirkte verunsichert – und doch bot sich in der 26. Minute die Chance zur Vorentscheidung: Ein wunderschöner Angriff, Fäh zieht ab und trifft den linken Pfosten. Der Ball springt direkt vor die Füsse von Ott. Das Tor ist leer, alles offen - doch der Ball klatscht tatsächlich an den anderen Pfosten. Zwei Aluminiumtreffer in Sekunden – mehr Pech ist nicht möglich? Kurz vor dem Pausenpfiff dann der nächste Nackenschlag für die Pfyner: Freistoss aus dem Halbfeld, der Ball segelt weit durch den Strafraum – und am langen Pfosten steht ein Bütschwiler völlig frei und köpft zum 2:2 ein. Der komfortable Vorsprung war dahin. Fäh hatte noch vor der Pause die erneute Führung auf dem Fuss. Ein Moral-Booster wie sich zeigen sollte.
Wie verwandelt startete das Heimteam in den zweiten Durchgang. Mit neuem Schwung, neuer Entschlossenheit und klarem Zug nach vorne. Und es dauerte nicht lange: Wieder eine schöne Kombination, wieder ein Angriff mit Tempo – und diesmal machte es Ott besser. Präzise schob er zur erneuten 3:2-Führung ein.
Doch auch diesmal hielt die Führung nicht lange. In der 52. Minute erneut ein Standard für Bütschwil – wieder ein langer Ball, wieder Unordnung in der Defensive – und wieder zappelte der Ball im Netz. 3:3. Ein Spiel, das keine Ruhe fand.
Was folgte, war ein offener Schlagabtausch. Pfyn drückte, kämpfte, spielte mutig nach vorne und war dem entscheidenden Treffer spürbar näher. Doch entweder fehlte das letzte Quäntchen Glück oder die nötige Präzision im Abschluss.
Coach Höppner versuchte mit allen Wechselmöglichkeiten nochmals frische Impulse zu setzen – doch der erlösende Treffer wollte nicht mehr fallen.
Am Ende bleibt ein intensives, unterhaltsames und nervenaufreibendes Spiel – und eine Punkteteilung. Für die Pfyner Senioren definitiv zwei verlorene Punkte.
Ungewohnt geht es weiter: Anpfiff ist nächsten Samstag um 15:00 auf der Rehwiese in Niederstetten. Ein nicht unbekanntes, aber schon lange nicht mehr bespieltes Terrain wartet auf die Pfyner Senioren.
13.04.2025 / Roman Gerber




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